Im Grenzgebiet zu Israel

Heute haben wir uns tatsächlich (und geplant) auf den Weg in den Norden gemacht. Durch das Jordantal ging es mit einem Zwischenstopp in Pella nach Umm Quais (römische Ausgrabungen). Das Spektakuläre war eigentlich die Fahrt, denn im Grenzgebiet zu Israel mussten wir einige militärische Kontrollen passieren. Der Grund: Wir befinden uns direkt bei den Golan-Höhen und Syrien ist nicht weit. Man ist also um unsere Sicherheit besorgt, kann mit „Austria“ nichts anfangen (ah Australia!) und man darf im Grenzgebiet nicht fotografieren. Strengstens verboten! Was uns natürlich nicht aufgehalten hat. Hier ein Foto der schönen Landschaft:

Golan

Links im Bild sind die Golan-Höhen, rechts ist Jordanien. Die zerstörte Brücke führte über den Grenzfluss Yarmuk. Noch weiter links (nicht mehr auf dem Foto) befindet sich der See Genezareth.

 

Hummus und Baba Ganush

Neuer Tag – neue Abenteuer! Wir wollen jordanisches Essen probieren, aber wir wissen nicht so recht, was wir bestellen sollen. Bis jetzt war alles sehr gut und nach unserem Geschmack. Hier ist es eine Vorspeise mit Hummus (Kirchererbsenmus) und Baba Ganush (gut gewürztes Auberginenmus) mit frischem Gemüse aus dem Jordantal und dem typischen Fladenbrot. Gegessen wird üblicherweise mit der rechten Hand, wir bekommen dankenswerter Weise Besteck dazu.

Hummus und Baba Ganush

Verflixte Orientierung

Angekommen in Jordanien sind wir trotz Schlafmangels voller Tatendrang. Wir wollen in die Wüste um die Wüstenschlösser östlich von Amman zu besichtigen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Wir haben uns in Amman so verfahren, dass wir nicht mehr wussten wo wir sind. Auch die Himmelsrichtung hat nicht mehr so ganz gestimmt. Irgendwann (nach Stunden) haben wir einen Halt gemacht und sind in ein Gasthaus, um zu fragen, wo wir eigentlich sind (und durstig waren wir auch). Der Wirt war sehr hilfsbereit. Er hat uns erklärt, dass wir im Norden von Jordanien sind (und nicht im Osten) und 10 km vor der syrischen Grenze stehen. Er war dann noch so nett uns den richtigen Weg zu erklären und obendrein hat er uns auf die Getränke eingeladen. Das ist jordanische Gastfreundschaft! Zu unserer Verteidigung: es ist so ziemlich alles auf arabisch angeschrieben. Ortstafeln sowieso, so es welche gibt, und nur wenige Straßentafeln sind in lateinischer Schrift, wie diese hier!

Strassenschild Jordanien

Ahja, nach Saudi Arabien sind es 65 km und in den Irak müssen wir nicht unbedingt.